Klimaalarm und Umweltforum sprechen mit Stadtwerke-Führung

Pressemitteilung

Klimaalarm und Umweltforum sprechen mit Stadtwerke-Führung

Mehrere Vertreter*innen des Bündnisses Klimaalarm Münster sowie des Umweltforums Münster haben sich mit Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk zu einem intensiven Dialog getroffen. Dabei ging es um die konkrete Umsetzung der von den Stadtwerken jüngst vorgestellten Klima-Strategie 2030.

Intensiver Dialog zur Klima-Strategie 2030

Mehrere Vertreter*innen des Bündnisses Klimaalarm Münster sowie des Umweltforums Münster haben sich mit Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk zu einem intensiven Dialog getroffen. Dabei ging es um die konkrete Umsetzung der von den Stadtwerken jüngst vorgestellten Klima-Strategie 2030. Besonders im Fokus der offenen Diskussion standen der drastische Ausbau der Erneuerbaren Energien in Münster, der für spätestens 2024 angekündigte Ausstieg aus dem Einkauf von Kohle- und Atomstrom, der Verzicht auf den Einsatz von Fracking-Gas, die Hinwendung zur Nutzung von erneuerbarer Wärme sowie die angekündigte grüne Verkehrswende.

„Energiewende muss jetzt konsequent umgesetzt werden“

„Wir begrüßen die Dialogbereitschaft der neuen Stadtwerke-Führung. Die Einbindung der Stadtgesellschaft ist dringend erforderlich für die erfolgreiche Umsetzung der Klimaziele. In Zeiten des Klimanotstands ist es erfreulich, dass die Stadtwerke nun Tempo machen wollen. Es muss jetzt rasch und konsequent gehandelt werden, damit Münster bis 2030 klimaneutral wird,“ so Lena Ursprung von den Students for Future Münster.

„Die neue Strategie der Stadtwerke, die teilweise schon konkrete Ausbauziele für erneuerbare Energien ausweist, wird von uns unterstützt,“ ergänzte Harald Nölle vom Umweltforum Münster. „Insbesondere die angestrebte Verdoppelung des eigenen Windenergie-Portfolios, die massive Ausbauplanung für die Solarenergie in Münster sowie die Zielsetzung, die Fernwärme in Münster ebenfalls mit erneuerbaren Energien bereitzustellen, sind wichtige Schritte, um die Klimaschutzziele zu erreichen.“

Bei dem Gespräch machten die Umweltgruppen deutlich, dass sie weiterhin den kompletten Verzicht auf den Einsatz von sehr umweltschädlichem Fracking-Gas fordern.
Ein wichtiges Thema ist auch die umfassende Verkehrswende für Münster. Zu diesem Punkt wurde für den Herbst eine weitere Diskussionsrunde mit der Stadtwerke-Führung vereinbart.

Gustav von Blanckenburg von Fossil Free Münster wendet sich zudem direkt an andere wichtige Entscheidungsträger in der Stadt: „Die Stadt Münster muss sich in den Punkten Klimaneutralität und Verkehrswende insgesamt noch mehr bewegen. Stichworte sind z. B. autofreie Innenstadt, Vorrang für Fahrräder und Ausstieg aus dem FMO. Der dringende Handlungsaufruf gilt natürlich auch für große Verwaltungs- und Wirtschaftsbetriebe. Die neue Stadtwerke-Strategie kann nur der Anfang für Münster sein. Der Verkauf von nur 25% der RWE-Aktien beim Landschaftsverband LWL zeigt, dass die Botschaft des Klimanotstands noch nicht überall angekommen ist.“

04. September: Neue Klima-Großdemo von Fridays for Future in Münster

Das Bündnis Klimaalarm Münster und das Umweltforum Münster rufen zudem zur Teilnahme an der für den 4. September angekündigten neuen Großdemonstration von Fridays for Future in Münster auf.

Hinweis für die Redaktionen:

Das beigefügte Foto zeigt Teilnehmer*innen des Gesprächs mit der Stadtwerke-Führung vor dem Eingang der Stadtwerke am Hafenplatz. Das Foto ist von privat und steht Ihnen zum Abdruck frei zur Verfügung.

Kontakte:

  • Lena Ursprung, Students for Future Münster, Tel. 0157-83864318
  • Harald Nölle, Umweltforum Münster, Tel. 0251-136023
  • Gustav von Blanckenburg, Fossil Free Münster, Tel. 0170-4154963

Weitere Infos:

Im Klimaalarm Münster sind folgende Gruppen zusammengeschlossen: Bundjugend Münster, Ende Gelände Münster, Extinction Rebellion Münster, Fossil Free Münster, Fridays for Future Münster, Interventionistische Linke, Seebrücke Münster, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, Students for Future Münster, Tierrechtstreff Münster

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